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60902-Tuning

English Text


Der 60902-Dekoder, der Nachfolger des 6090, hat sich zum Standarddekoder entwickelt. Er hat neben der fahrichtungsanhängigen Funktion f0 zwei Sonderfunktionen (f1 und f2). Mit der Funktion f4 läßt sich die Verzögerung aktivieren. Die Kabelbelegung ist:

rot = Schleifer (Strom/Datenversorgung)
braun = Masse (Stromversorgung)
blau = Motor
grün = Motor
grau = Licht vorn (Funktion f0 (negativ DC))
gelb = Licht hinten (Funktion f0 (negativ DC))
orange = Rückleiter für alle Funktionen (positiv DC)
braun/rot = Funktion f1 (negativ DC)
braun/grün = Funktion f2 (negativ DC)
braun/gelb = Funktion f3 (negativ DC)
braun/weiß = Funktion f4 (negativ DC)
violett = Elektronikmasse (negativ DC)

Die Bezeichnungen für f3 und f4 sind hier kursiv gedruckt, weil nur Sonderausführungen dieses Dekoders diese Anschlüsse haben. Es ist aber kein Problem den normalen 60902 und diese zwei Funktionen zu ergänzen. Pro Sonderfunktion benötigt man folgende SMD-Teile:

NPN-Transistor BST52 (SOT89)
Widerstand 3R9/0,25W (SMD1206)
Widerstand 47K/0,1W (SMD0805)

Normalerweise befinden sich die Transistoren BST51 auf dem Dekoder, aber die sind schwer zu bekommen. Deshalb benutze ich meist BST52, es ginge aber auch der BST50. Der Unterschied ist die zulässige Spannung:

Collector-base voltage (open collector):
BST50 "AS1" max. 60V
BST51 "AS2" max. 80V
BST52 "AS3" max. 90V

Collector-emitter voltage (VBE = 0):
BST50 "AS1" max. 45V
BST51 "AS2" max. 60V
BST52 "AS3" max. 80V

Collector cut-off voltage (VBE = 0):
BST50 "AS1" VCE = 45V
BST51 "AS2" VCE = 60V
BST52 "AS3" VCE = 80V

Als erstes lötete ich die Transistoren auf die Oberseite der Dekoderplatine. Die Lötstellen sind schon verzinnt, sodaß man die Bauteile direkt auflöten kann. Soll der 60902 um die Funktion f3 erweitert werden, muß der rechte Transistor montiert werden (grüner Pfeil), für die Funktion f4, is es der linke Transistor (roter Pfeil).

Auf der Platinenunterseite müssen die Widerstände aufgelötet werden. Für die Funktion f3 ist es der 47K-Ohm Widerstand (grüner Pfeil) und der 3,9 Ohm Widerstand (gelber Pfeil). Als letztes muß noch ein Kabel angelötet werden an das ein Verbraucher angeschlossen werden kann (weißer Pfeil).

Bei der Funktion f4 muß ebenfalls 47K-Ohm Widerstand (roter Pfeil) aufgelötet werden. Für den 3,9 Ohm Widerstand gibt es zwei Möglichkeiten (orange Pfeile), aber das ist egal, da sie untereinander elektrisch verbunden sind. Zusätzlich muß ein Lötpad überbrückt werden (violetter Pfeil), um die Verbindung des 701.22 und dem Transistor herzustellen. Gleichzeitig wird damit die Möglichkeit mit f4 das Delay abzuschalten, ausgeschaltet. Nachdem ein Kabel angelötet wurde (blauer Pfeil), kann ein beliebiger Verbraucher angschlossen werden.

Die 3,9 Ohm Widerstände für die Funktionen f1 und f2 sind auf dem Dekoder walzenförmig. Die habe ich nicht bekommen und stattdessen Flachwiderstände vom Typ SMD1206 bekommen. Die sind weniger stark belastbar, aber für die meisten Funktionen ausreichend. Alternativ kann man auch zwei 8 Ohm Widerstände übereinander löten, bei der Funktion f4 sogar nebeneinander. Jeder Funktionsausgang kann mit 200 mA belastet werden, zusammen dürfen aber 400 mA nicht überschritten werden. Die Gesamtbarlastbarkeit des Dekoders inklusive der Motorausgänge und Funktion f0 dürfen 1100 mA nicht überschreiten.