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Blockstrecke mit Formsignalen


Es handelt sich um eine Bahnlinie, die nur in einer Richtung befahren wird. Die Fahrtrichtung ist von links nach rechts, beginnend beim Vorsignal A. Um auf vielbefahrenen Strecken eine hohe Zugfolge zu erreichen, werden möglichst viele Blöcke eingerichtet. Da Vorsignale im Bremsabstand (1000 m) vor dem Hauptsignal stehen, läßt sich die max. Blockfolge nur erreichen, wenn sie direkt vor einem Hauptsignal stehen und so das Signalbild des in 1000 m befindlichen Hauptsignales ankündigen. In unserem Fall steht Vorsignal B direkt vor dem Hauptsignal A. Die DB-Vorschrift besagt, daß, wenn das Hauptsignal A Hp0 (Halt, rot) zeigt, muß das Vorsignal B Vr0 (Halt erwarten, gelb/gelb) zeigen, unabhängig davon welches Signalbild das logisch dazugehörige Hauptsignal B zeigt.

Vorsignal A Vorsignal BHauptsignal A Hauptsignal B
Die Fahrtrichtung ist von links nach rechts

Es soll ein Zug die Strecke passieren, ohne zu halten. Dazu schalten wir Signal A und Signal B auf Hp1 (Fahrt, grün). Wenn der Zug das Hauptsignal A passiert, schaltet es hinter ihm auf Hp0 (Halt, rot). Sind Vor- und Hauptsignal so verkabelt das sie immer gemeinsam schalten, ergäbe sich folgendes Signalbild.


Das Hauptsignal A zeigt Hp0 (Halt, rot) und das davor stehende Vorsignal B zeigt Vr1 (Fahrt erwarten, grün/grün).

Diese Signalstellung ist vorschriftswidrig.

Erst wenn das Hauptsignal A Hp1 (oder Hp2) zeigt, darf auch das davor stehende Vorsignal B Vr1 (oder Vr2) zeigen. In dem hier gezeigten Fall würden bei Nacht zwei grüne und ein rotes Licht leuchten, und das könnte den Lokführer verwirren. Bei Lichtsignalen ist das unter dem Hauptsignal befestigte Vorsignal völlig dunkel. Die Tabelle oben zeigt in der Mitte die korrekte Signalstellung.

Wenn der Zug Hauptsignal B passiert hat, schaltet auch dieses auf Hp0 (Halt, rot).

Um diese Signalbilder schalten zu können, muß die Verkabelung geringfügig geändert werden.



Die linke Zeichnung zeigt die korrekte Verkabelung. Die Signale sind zwar an einen k83 Dekoder angeschlossen, funktionieren aber bei analogen Anlagen genauso. Die blauen Kabel von Vorsignal A werden wie üblich mit den blauen Kabeln von Hauptsignal A verbunden. Während bei den Signalen der A-Gruppe die gelben Kabel an den Dekoder bzw. bei Analogbetrieb an die L-Buchse des Trafos angeschlossen werden, geschieht das bei der Gruppe B nur beim Hauptsignal. Das gelbe Kabel des Vorsignal B wird an die hinteren Buchsen des Hauptsignalantriebs A angeschlossen. Der dort befindliche einpolige Schließer wird normalerweise zur Steuerung des Oberleitungfahrstroms verwendet. Durch diese Änderung kann das Vorsignal B nur dann auf grün geschaltet werden, wenn das Hauptsignal A auf Hp1 (Fahrt, grün) steht.

Damit das Vorsignal B in die Stellung Vr0 (Halt erwarten, gelb/gelb) geht, wenn das dahinter stehende Hauptsignal A auf Hp0 (Halt, rot) gestellt wird, muß das blaue Kabel mit dem roten Stecker mit den blauen Kabeln (rote Stecker) der Signalgruppe A verbunden werden. Der k83 Dekoder schafft es mühelos drei Antriebe gleichzeitig zu schalten.

Ich habe auf meiner Anlage eine ähnliche Kombination aufgebaut, allerdings mit Viessmann-Formsignalen. Da ich außerdem einen Vorsignalwiderholer angeschlossen habe, habe ich zusätzlich ein Relais parallel geschaltet, statt die Fahrstromkontakte zu benutzen.

Mit diesen Buttons können Sie die Signale schalten.


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